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Besonderheiten bei der Bewerbung in den USA

 
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Eine Bewerbung in den USA ähnelt der einer europäischen – und doch gibt es einige gravierende Unterschiede, die unbedingt zu beachten sind.

Noch bevor sich alles um Inhalt und Layout dreht, muss unbedingt ein erster persönlicher Kontakt hergestellt werden. Denn eine persönliche Vorstellung zählt in Amerika mehr als eine formal korrekte Bewerbung. Ein Anruf oder ein Besuch in der Firma, um sich nach der ausgeschriebenen Stelle zu erkundigen und um direkt für sich zu werben, ist unumgänglich! Die Persönlichkeit ist für amerikanische Chefs ausschlaggebend und weitaus wichtiger als die beruflichen Qualifikationen.

Das Anschreiben („cover letter“) wird an die Kontaktperson gerichtet bzw. wird unbedingt der Ansprechpartner erwähnt. Eine Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist unüblich. Auch die Floskeln „hiermit bewerbe ich mich“ oder „auf Ihrer Homepage habe ich gesehen, dass Sie einen Vertriebsassistenten suchen“ werden in Amerika nicht genutzt.
Kurze und prägnante Formulierungen in höchstens drei bis vier Absätzen sind erwünscht. Zu Beginn wird erwähnt, warum man sich auf diese Stelle bei genau dieser Firma bewirbt. Im zweiten und dritten Absatz ist Platz für aussagekräftiges Selbstmarketing (Erfahrungen, Fähigkeiten und Stärken). Zu guter Letzt erfolgen ein Verweis auf den Lebenslauf, eine konkrete Zeitangabe, wann man sich nach dem aktuellen Stand der Bewerbung erkundigen wird und der Dank für die aufgebrachte Zeit und Aufmerksamkeit.

Im folgenden Lebenslauf („resume“) sind wohl die meisten Unterschiede zu bemerken. Hier fehlen Foto und persönliche Angaben wie Geburtsdatum, Nationalität, Familienstand und Religionszugehörigkeit. In den USA soll damit der Diskriminierung anhand persönlicher Merkmale vorgebeugt werden. Der vollständige Name und die Adresse sind ausreichend.
Der Lebenslauf beginnt mit einem Einleitungssatz über sich selbst. Zum Beispiel: „Studierte Mediendesignerin mit fünfjähriger Berufserfahrung und vertieften Kenntnissen in den Bereichen Direktmarketing und Corporate Design.“ Es folgt eine kurze Zusammenfassung von jobrelevanten Qualifikationen. Hier liegt der Fokus nicht auf der Aufzählung von Positionen bei bestimmten Firmen, sondern auf der Darstellung von Aufgaben, Projekten und Inhalten.
Erst dann startet die Chronologie des beruflichen Werdegangs und zwar beginnend in der Gegenwart (Firma, Position, Zeitraum). Daran schließt sich die Ausbildung bzw. das Hochschulstudium an (Universität bzw. Firma, Abschluss und Titel, Jahr des Abschlusses und Gesamtnote). Dann folgen interessante Aktivitäten, wichtige Qualifikationen oder besondere Kenntnisse (Zusatzausbildung, Sprachkenntnisse, Ehrenämter etc.), die relevant sind für die ausgeschriebene Stelle. Es werden auch keine Zeugniskopien und Zertifikate angehängt, die Geschäftsleitungen orientieren sich mehr an der Abschlussnote. Insgesamt sollte der Lebenslauf nicht länger als ein bis zwei Seiten sein.